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Kollektive Führung – praktisch erprobt

"Es ergibt keinen Sinn, Menschen einzustellen und ihnen zu sagen, was sie zu tun haben. Wir finden neue Kollegen, damit sie uns sagen, was wir tun sollten", sagte Steve Jobs. Bestens aus- und weitergebildete Fachleute, sorgfältig für ihre Aufgabe ausgewählt und weiter gefördert, lassen sich nicht sinnvoll zentral steuern und kontrollieren. Ihre wirksame Führung ist ihre eigene Aufgabe – als Team. Aber sind wir auf diese neue Aufgabe vorbereitet?

Wir fragen, weil Führungsausbildung sich weiterhin an wenige Auserwählte richtet, die sogenannten Führungskräfte, zuständig für alles von der Strategie bis zur Dokumentation, vom Zwischenmenschlichen zum Technischen und vom Administrativen zum Kreativen. Das Resultat: "oben" Überforderung und "unten" Entmündigung.

Realistischerweise muss wirksame Führung heute, stattdessen, im Team funktionieren. In diesem interaktiven Workshop richten wir den Blick daher weg von der Qualität einzelner Führungspersonen und hin zur Qualität des Zusammenspiels. Wir untersuchen Führung als kollektive Aufgabe – als etwas, das die Mitglieder eines Teams in ihren unterschiedlichen Rollen gemeinsam tragen.

Selbstgeführte Teams entstehen nicht einfach, wenn man die Rolle der Chefin abschafft. Selbstführung ist eine Fähigkeit, und die muss erlernt werden.

Wir untersuchen, was selbstgeführte Teams für ihre gute Arbeit benötigen. Anhand konkreter Handlungsmuster erproben die Teilnehmenden, wie kollektive Führung im Arbeitsalltag aussehen kann. Eine Führung, die zur Mitgestaltung einlädt und Mitverantwortung einfordert, um die kollektive Weisheit für die gemeinsame Aufgabe der lernenden Organisation zu erschliessen.

Lernziele

  • Die Teilnehmenden verstehen Führung als Funktion der Organisation – nicht als Eigenschaft einzelner Personen.
  • Sie können Abläufe, Strukturen und Interaktionen bezüglich ihrer Unterstützung kollektiver Übernahme von Verantwortung einschätzen
  • Sie können bestehende Werkzeuge kollektiver Führung auf ihren eigenen Kontext übertragen.

Speaker

 

Timo  Bezjak
Timo Bezjak ist Berater und Trainer für agile Organisation und Selbstorganisation bei Sfera in Zürich. Als diplomierter Informatik-Ingenieur begleitet er seit vielen Jahren KMU, NGO und die öffentliche Verwaltung auf dem Weg zu produktiverer Wissensarbeit – mit Soziokratie, Kanban, Scrum und The Responsibility Process als zentralen Werkzeugen. Er ist Sociocracy 3.0 Trainer, Kanban Coaching Professional und Certified Responsibility Workshop Leader. Außerdem ist er Mitorganisator des Agile Breakfast Zürich sowie Gastdozent an Hochschulen.
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Christoph  Meier
Christoph Meier bezeichnet sich selbst als Experimente-Begleiter und agiler Katalysator. Als studierter Biologe hat er einen Blick auf menschliche Systeme, den er auch auf einen Garten oder einen Vogelschwarm hat: neugierig, voller Staunen und Bewunderung. Voller Stolz trägt er die Orden des Certified Scrum Professional CSP (Scrum Alliance), des Sociocracy 3.0 Trainers, des Responsibility Graduate und Workshop Leaders und des Kanban Management Professional. Als Coach, Ausbilder und Trainer ist er mittlerweile froh über seinen Abschluss als Musiklehrer und über die Fähigkeit, als Live-Musiker schamlos jeden gespielten Ton als kunstvolle Absicht umzudeuten. Als Mitorganisator der Agile Lean Europe Unconference 2018 hat er radikale Zusammenarbeit von Menschen und die Kraft einer Community lieben gelernt.
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